Agrardieselerstattung muss vereinfacht werden!
„Es kann nicht sein, dass man einen siebenseitigen Antrag braucht, zu dem die Landwirte dann noch eine vierseitige, eng bedruckte Ausfüllanleitung erhalten, um von der teilweise Rückerstattung der Mineralölsteuer auf Agrardiesel zu profitieren.“
Der Bundestagsabgeordnete empfiehlt nach dem Vorbild Österreichs eine optionale Pauschalierung einzuführen. „Der Landwirt müsste dann lediglich angeben, wie viel Hektar Ackerland, Grünland oder Forst er bewirtschaftet. Je nach Art der Fläche bekäme er dann pro Hektar eine pauschale Rückerstattung. Dies würde insbesondere kleine, nicht buchführungspflichtige Betriebe stark entlasten“, erläutert Erdel. Bislang ist es nötig alle Belege einzeln einzureichen. Diese Möglichkeit soll auch weiterhin erhalten bleiben.
Unterstützenswert findet der Landwirt aus dem Landkreis Ansbach auch den Vorschlag des Deutschen Bauernverbands die Antragsstellung für Landwirte mit nur kleinem Forstanteil zu erleichtern. „Warum sich das Finanzministerium sperrt die „De-Minimis-Erklärung“ abzuschaffen bleibt deren Geheimnis. Wie mir der Parlamentarische Staatssekretär Koschyk mitteilte, hat jedenfalls kein einziger Antragssteller die Grenze von 200.000 Euro überschritten. Es ist absurd, dass hunderttausende Landwirte aufwändig Angaben zu einem Sachverhalt machen müssen, der keinerlei praktische Relevanz besitzt. Hier muss es zu Vereinfachungen kommen“, fordert der Agrarexperte Erdel.



