Bürgerdialog in Dietenhofen
Rainer Erdel zieht Bilanz
Im Rahmen der Veranstaltung "Bürgerdialog - Seit 2 Jahren für Sie im Deutschen Bundestag" stellte Rainer Erdel seine Arbeitsschwerpunkte als Mitglied des Deutschen Bundestages vor und nutzte die Gelegenheit, Bilanz über seine bisherige Arbeit zu ziehen.
Dabei betonte er, dass er seine Arbeit sehr ernst nimmt und mit Herzblut bei der Sache ist: "Dienst nach Vorschrift lehne ich ab. Auch als einzelner Abgeordneter kann ich etwas bewegen", so Erdel. So regte der Abgeordnete beispielsweise an, in Afghanistan verstärkt auf die Produktion von Zuckerrüben bei der Entwicklungszusammenarbeit zu setzen - mit Erfolg, denn mit diesem Leuchtturmprojekt konnten nicht nur Arbeitsplätze in der dortigen Fabrik, sondern auch im Landwirtschafts- und Dienstleistungsbereich geschaffen werden.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses und stellvertretender Präsident des Deutschen Reservistenverbandes will Erdel die Betreuung von Soldaten nach einem Auslandseinsatz mit Nachdruck verbessern: "Der Staat muss sich lebenslang um seine Soldaten kümmern. Der momentane Zustand ist ein Unding." Auch im Rüstungsbereich gebe es einiges zu tun, denn die laufenden Rüstungsprojekte wären den heutigen Anforderungen nicht angemessen, würden zu spät geliefert und seien zu teuer.
In der Kritik des Abgeordneten stand zudem die Kommunikation mit Verbrauchern in Krisen-Situationen, wie etwa der Fall EHEC gezeigt hat: Aus der Warnung von Bundesministerin Ilse Aigner, kein Gemüse in Norddeutschland zu verzehren, wurde der irritierende Rückschluss gezogen, Gemüse aus Norddeutschland zu meiden. Hier liege es auch an der Presse, Hintergründe verständlicher zu transportieren. Auf der anderen Seite sei beispielsweise das Internetportal lebensmittelklarheit.de zwar eine effektive Möglichkeit, Aufklärung für Verbraucherinnen und Verbraucher zu leisten, dürfe aber nicht missverstanden werden: "Damit soll nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass im Bienenstich keine Bienen enthalten sind", so Rainer Erdel, der auf Mitdenken setzt.

Wichtigste Themen für die rund 80 Gäste war die Position Deutschlands innerhalb Europas und die Lösung der Finanzkrise: "Das Geschäftsmodell Pleitestaat muss abgeschafft werden", so Erdel. Auch wenn alle europäischen Regierungen gegen die Maastricht-Regelungen verstoßen hätten, müsse diese noch nie da gewesene einzigartige Situation gemeinsam auf europäischer Ebene gelöst werden, "aber ohne die Schulden durch Eurobonds zu vergemeinschaften".
Am Ende zieht Rainer Erdel eine positive Bilanz: "Auch wenn manche Themen oder die heftige Kritik mir schlaflose Nächte bereiten, bin ich mit vollem Herzen Ihr Abgeordneter."



