Rainer Erdel - Ihr Bundestagsabgeordneter für Ansbach-Land, Ansbach, Weißenburg und Gunzenhausen

Samstag, 19. Mai 2012
09.11.2010

Erdel: EU-Tierversuchs-Richtlinie bringt Fortschritt für den Tierschutz

Der Landwirtschaftsexperte der FDP, Rainer Erdel begrüßt die am 9. November in Kraft getretene EU-Tierversuchs-Richtlinie: Der Landwirtschaftsexperte der FDP, Rainer Erdel begrüßt die am 9. November in Kraft getretene EU-Tierversuchs-Richtlinie:

"Damit ist die seit 1986 geltende alte Richtlinie endlich reformiert. In den letzten 24 Jahren hat sich viel getan. Einerseits macht der wissenschaftliche Fortschritt inzwischen manche Tierversuche überflüssig, andererseits ist die europäische Öffentlichkeit inzwischen deutlich sensibler beim Thema Tierversuche geworden", erklärt der Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Ansbach.

Die neue Richtlinie setzt strengere Regeln für die Zulässigkeit von Tierversuchen. Dies ist insbesondere für jene europäischen Länder ein großer Fortschritt, die bislang vom deutschen Tierschutzniveau relativ weit entfernt waren. Darüber hinaus berücksichtigt sie aber auch die berechtigten Interessen der Forschung, die noch immer in gewissen Maße auf diese Versuche angewiesen ist. Dies entspricht der langjährigen Forderung der FDP, die sich in der Vergangenheit unter anderem erfolgreich für die Festschreibung des Tierschutzes als Staatsziel ins Grundgesetz eingesetzt hat.

Die FDP unterstützt auch weiterhin ausdrücklich die konsequente Anwendung des von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen sogenannten 3R-Prinzips (Replacement, Reduction and Refinement) zur Vermeidung, Verbesserung und Verminderung der Verwendung von Versuchstieren. "Unser Ziel ist langfristig Tierversuche völlig überflüssig zu machen. Derzeit kann aber im Interesse der Forschung und der Sicherheit von Medikamenten noch nicht völlig auf sie verzichtet werden," so der Abgeordnete aus dem Agrarausschuss.

"Den Liberalen ist es im Europaparlament gelungen, durchzusetzen, dass für die Tiere besonders schmerzhafte Tierversuche verboten sind. Außerdem ist die Kommission verpflichtet Hinweisen auf Verletzung dieser Richtlinie nachzugehen, wenn ihr entsprechende, glaubhafte Hinweise vorliegen. Ich bin daher zuversichtlich, dass die Umsetzung dieser Richtlinie in allen Mitgliedsstaaten zu deutlichen Verbesserungen beim Tierschutz führt," ist Rainer Erdel überzeugt.

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