Rainer Erdel - Ihr Bundestagsabgeordneter für Ansbach-Land, Ansbach, Weißenburg und Gunzenhausen

Samstag, 19. Mai 2012
16.08.2011

Erdel besucht Bundeswehr-Standort Roth

Reihe hinten von links:  OTL Christian Prestele, O Bodenbender, Jörg Rohde, Hptm Lottes-Stern Reihe vorne von links:  OTL Sven Riekher, Marina Schuster, Rainer Erdel, OTL Konrad Arnold
hinten v.l.: OTL Christian Prestele, O Bodenbender, Jörg Rohde, Hptm Lottes-Stern
vorne v.l.: OTL Sven Riekher, Marina Schuster, Rainer Erdel, OTL Konrad Arnold
Ein guter und direkter Kontakt zu den Truppen vor Ort ist dem Mitglied des Verteidigungs-ausschusses des Deutschen Bundestages, Rainer Erdel MdB, ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund besuchte er gemeinsam mit der örtlichen Bundestagsabgeordneten Marina Schuster und dem mittelfränkischen Landtagsvizepräsidenten Jörg Rohde MdL die Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth. "Vor dem Hintergrund der anstehenden Strukturreform der Bundeswehr und der Aussetzung der Wehrpflicht besteht bei den Soldatinnen und Soldaten eine gewisse Verunsicherung. Daher ist es umso wichtiger, das direkte Gespräch zwischen Politik und Truppe zu suchen", so Erdel, der selber Oberst der Reserve ist.

Die direkte Auswirkung der Aussetzung der Wehrpflicht skizzierte Oberst Eckhard Bodenbender exemplarisch daran, dass alleine beim Luftwaffenausbildungsregiment in Roth die Kapazitäten gegeben wären, um ca. 2500 Rekruten auszubilden, derzeit aber nur ca. 460 Rekruten in Ausbildung seien. Auch wenn die fliegenden Verbände im Gegensatz z.B. zu Infanterieverbänden weniger von der Wehrpflicht abhängig seien, müssten neue Konzepte entwickelt werden. Dazu könnte das neue Schießausbildungskonzept mit der Anschubausbildung für zukünftige Ausbilder der Luftwaffe ebenso gehören, wie andere Aus- und Fortbildungsangebote, für die der Standort Roth mit seiner exzellenten Ausbildungsinfrastruktur bestens gerüstet ist.


Die in den letzten Jahren erfolgten Investitionen hält auch Marina Schuster MdB für einen entscheidenden Standortvorteil. "Roth ist von großer Bedeutung für die Einsatzvorbereitung der Soldatinnen und Soldaten, ein Bereich, der immer wichtiger wird. Bedauerlich ist nur, der Hubschrauber "Tiger" immer noch nicht bei der Truppe ist, die Voraussetzungen für die Schulung sind längst geschaffen", so Schuster.


Die Unsicherheit hinsichtlich des "TIGERS" bemängelte in Vertretung des Kommandeurs Kampfhubschrauberregiment 26 "Franken" auch Oberstleutnant Sven Riekher. Bereits heute mangele es an Flugstunden für die Professionalisierung der Luftfahrzeugführer, wie es mit den Bestandssoldaten weitergehe sei nicht klar.
Der wachsende Druck unserer Bündnispartner zur mandatsbezogenen Bereitstellung deutscher Streitkräfte führt vermutlich auf absehbare Zeit gem. Verteidigungsminister de Maiziere zukünftig zu einem größeren militärischen Beitrag der Bundesrepublik Deutschland im Bündnisrahmen. Diesem Rechnung tragend muss darauf geachtet werden, dass eine Durchhaltefähigkeit sicher gewährleistet werden kann und nicht einige wenige Soldaten eine singuläre Fähigkeit abbilden, die dann zu übermäßiger Einsatzbelastung führt und letztendlich die Durchhaltefähigkeit gefährdet


Jörg Rohde MdL, Mitglied des Innenausschusses des Bayerischen Landtages hält auch die Stationierung der Polizeihubschrauberstaffel im Bereich der Kaserne für ein wichtiges Argument in der Standortfrage. "Es ist absolut sinnvoll, auch in Nordbayern eine Hubschrauberstaffel zu unterhalten. Daran sollten wir unbedingt festhalten, zumal die Synergieeffekte bei der Nutzung des Flugplatzes am Standort Roth überzeugen", so Rohde.


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