Erstes „Gunzenhausener Seenlandgespräch“ mit großer Ressonanz
Gastredner Horst Meierhofer, MdB zum Thema Energiepolitik 

Stand den Besuchern Rede und Antwort: Horst Meierhofer, MdB Mit den "Gunzenhauser Seenlandgesprächen" hat der Bundestagsabgeordnete Rainer Erdel eine neue Veranstaltungs- reihe im südlichen Mittelfranken ins Leben gerufen. An regelmäßig stattfindenden Abendveranstal- tungen berichten liberale Abgeordnete aus der Landtags- und Bundestagsfraktion über ihre Arbeit und stellen sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Auf große Resonanz stieß bereits das erste "Gunzenhauser Seenlandgespräch" zu dem Rainer Erdel seinen Kollegen aus dem Bundestag, den oberpfälzer Horst Meierhofer in Gunzenhausen begrüßen konnte. Meierhofer, der stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages ist, referierte zunächst über das im Herbst beschlossene Energiekonzept. Er betonte ausdrücklich, dass die Laufzeitverlängerung zwar "kein Siegerthema" sei, aber das Wahlprogramm der FDP 1 zu 1 umsetze und die absolut richtige Entscheidung gewesen sei. Daneben seien ambitionierte Klimaschutzziele vereinbart und insbesondere der Bereich der regenerativen Energien massiv ausgebaut worden. Der unbegrenzte Einspeisevorang und die garantierte Einspeisevergütung seien zwar eine "Umverteilung von unten nach oben", da sie den Strompreis für die Endverbraucher erhöhen, sie seien aber notwendig, um die regenerativen Energien lukrativ zu machen. Dazu trage auch die Abschöpfung der Gewinne der Atomenergie bei, die zu einem guten Teil in erneuerbare Energien und Speichertechnologie investiert werde.


Horst Meierhofer, Marina Schuster und Rainer Erdel (v.l.n.r.) beim ersten Gunzenhausener Seenlandgespräch Zur allgemeinen Situation der FDP stellte Meierhofer fest, dass von allen FDP-Ministern in Berlin im vergangenen ersten Jahr der Regierungsverantwortung gute Arbeit geleistet worden sei. Allerdings seien die Erwartungen der Bürger an die FDP auch extrem hoch gewesen, diesen Erwartungen habe man nicht in allen Punkten gerecht werden können. Eine gewisse Selbstkritik sei hier sicherlich angebracht.
Abschließend ging Rainer Erdel, MdB, noch auf Fragen der Zuhörer zum Thema Dioxin in Lebensmitteln ein. Er betonte, dass es sich bei dem derzeitigen Fall um eine kriminelle Handlung Einzelner handele, die zu einer großen Verunsicherung in der Bevölkerung und großen Einbußen bei den Landwirten geführt habe. "Wir haben die sichersten, gesündesten Lebensmittel der Welt" so Erdel, dennoch müsse daran gearbeitet werden, die Verfahren noch sicherer zu machen.



