Rainer Erdel - Ihr Bundestagsabgeordneter für Ansbach-Land, Ansbach, Weißenburg und Gunzenhausen

Samstag, 19. Mai 2012
05.12.2011

Nürnberger Bratwürste sind mehr als die Summe ihrer Zutaten

"Für die Herkunft der Zutaten für regionale Produkte ist eine pauschale gesetzliche Regelung nicht praktikabel. Sicher gibt es Produkte, etwa Fruchtsäfte, bei denen es schon aus ökologischen Gründen wünschenswert ist, dass 'regional' nicht nur regionale Herstellung, sondern auch die Verwendung regionaler Früchte bedeutet. Ein Apfelsaft aus neuseeländischen Äpfeln darf sich nicht 'regional' nennen. Bei anderen Produkten, etwa Lübecker Marzipan lässt sich dies schon aus klimatischen Gründen nicht machen. Mandeln wachsen nicht in Lübeck.

Geschmacklich macht es keinen Unterschied, ob 'Nürnberger' nun Fleisch aus Franken oder aus Niedersachsen enthalten. Der spezielle Geschmack der Nürnberger Rostbratwürste kommt durch die besondere Rezeptur und Produktionsweise.


Es wäre auch unter ökologischen Gesichtspunkten nichts gewonnen, wenn der Großteil des fränkischen Schweinefleisches künftig in die Wurstherstellung ginge und im Gegenzug mehr Schweinefleisch für andere Fleischprodukte nach Franken importiert werden müsste.


Gerade bei regionalen Produkten wäre eine hohe Transparenz bezüglich der Herkunft der Zutaten allerdings wünschenswert. Der Verbraucher kann dann selbst entscheiden, ob es ihm genügt, dass die Nürnberger Bratwurst gemäß spezieller Art und Weise hergestellt wird, oder ob er darüber hinaus auch regional erzeugtes Fleisch essen will. Letzteres würde dann allerdings wohl auch etwas teurer werden.


Der Verbraucher der regional erzeugte Bratwürste aus Fleisch aus der Region kaufen will, sollte die Metzger seiner Region aufsuchen und diese fragen woher sie ihr Fleisch beziehen. In vielen Fällen wird es sich dabei um regionale Erzeuger handeln."

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