Rainer Erdel -

Dienstag, 7. September 2010
11.06.2010

Rainer Erdel folgt Hellmut Königshaus in den Verteidigungsausschuss

Neben meiner Tätigkeit im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstütze ich die FDP-Bundestagsfraktion seit kurzem auch in einer weiteren Funktion. Als Nachfolger des neuen Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus kann ich als Mitglied im Verteidigungsausschuss meine praktischen Erfahrungen als ehemaliger Zeitsoldat und Oberst der Reserve optimal in die politische Arbeit in Berlin einbringen. 


Vor allem möchte ich die Weiterentwicklung der Strukturen der Bundeswehr mitgestalten, denn immer noch werden zum Teil Konzepte verfolgt und Strukturen aufrechterhalten, die noch aus der Zeit des Kalten Krieges stammen.

Das "Denken vom Einsatz her", so wie es jetzt der Verteidigungsminister gefordert hat, bedeutet auch Themen wie die Wehrpflicht und auch laufendende Rüstungsprojekte neu zu bewerten. Als Berichterstatter für Rüstungsentwicklung, -erprobung und -beschaffung halte ich es für nicht akzeptabel, dass Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz auf wichtige Fähigkeiten verzichten müssen, weil die hiesige Industrie offensichtlich nicht in der Lage ist, Waffensysteme zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt zu liefern.


Die Arbeitsgruppe Sicherheitspolitik der FDP-Bundestagsfraktion vor Ort bei der Division Luftbewegliche Operationen - kurz DLO - in Veitshöchheim
Auch die Sinnhaftigkeit der Wehrplicht muss in der heutigen Zeit ohne ideologische Scheuklappen geprüft und bewertet werden. Die Ausbildung der Wehrpflichtigen kostet rund 450 Mio. Euro im Jahr und bindet erhebliche personelle Kräfte. Zahlreiche Auslandseinsätze und leere Kassen im Verteidigungshaushalt haben mittlerweile auch viele Abgeordnete der Union zum Nachdenken gebracht. Als liberaler Politiker bin ich davon überzeugt, dass die Wehrpflicht ausgesetzt werden muss.


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