Rainer Erdel - Ihr Bundestagsabgeordneter für Ansbach-Land, Ansbach, Weißenburg und Gunzenhausen

Samstag, 19. Mai 2012
12.10.2010

Vorschlag zur Grundsteuerreform gefährdet Betriebe im ländlichen Raum

Rainer Erdel vor dem Rathaus Dietenhofen
Rainer Erdel vor dem Rathaus Dietenhofen
Der Ansbacher Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Agrarausschuss Rainer Erdel lehnt die von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen geforderte Reform der Grundsteuer in der vorliegenden Form ab.

"Bei Modellrechnungen hat sich ergeben, dass die Auswirkungen der Reform je nach Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe stark unterschiedlich sind. Bei manchen Landwirten könnte sich die Grundsteuer vervielfachen, was die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage vieler Höfe weiter verschärfen würde.

In jedem Falle wären die Kommunen gezwungen auf die Reform mit einer Anpassung ihrer Hebesätze zu reagieren. Dabei soll es künftig möglich sein für landwirtschaftliche Betriebe einen eigenen Hebesatz zu erheben. Dies wird in vielen Gemeinden zu erheblichen Konflikten führen, da private Grundeigentümer, Gewerbetreibende und Landwirte ihre dadurch gegenläufigen Interessen durchzusetzen versuchen", erläutert Erdel, der selbst 2. Bürgermeister des Markts Dietenhofen im Landkreis Ansbach ist. 


"Eine Vereinfachung der Grundsteuer ist notwendig - daran zweifelt niemand. Diese sollte allerdings möglichst ohne allzu große Verwerfungen auskommen. Insbesondere darf der ländliche Raum, in dem viele Gewerbebetriebe mit großem Raumbedarf sitzen, nicht benachteiligt werden. Ebenso ist es widersinnig, wenn Bauern mit besonders großen, tierschutzgerechten Ställen übermäßig belastet werden, während Betriebe mit großen Ackerflächen aber wenigen Betriebsgebäuden besser gestellt werden. Hier müssen Ungerechtigkeiten vermieden werden", fordert Erdel.
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