Vorschlag zur Grundsteuerreform gefährdet Betriebe im ländlichen Raum


Rainer Erdel vor dem Rathaus Dietenhofen Der Ansbacher Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Agrarausschuss Rainer Erdel lehnt die von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen geforderte Reform der Grundsteuer in der vorliegenden Form ab.
"Bei Modellrechnungen hat sich ergeben, dass die Auswirkungen der Reform je nach Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe stark unterschiedlich sind. Bei manchen Landwirten könnte sich die Grundsteuer vervielfachen, was die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage vieler Höfe weiter verschärfen würde.
In jedem Falle wären die Kommunen gezwungen auf die Reform mit einer Anpassung ihrer Hebesätze zu reagieren. Dabei soll es künftig möglich sein für landwirtschaftliche Betriebe einen eigenen Hebesatz zu erheben. Dies wird in vielen Gemeinden zu erheblichen Konflikten führen, da private Grundeigentümer, Gewerbetreibende und Landwirte ihre dadurch gegenläufigen Interessen durchzusetzen versuchen", erläutert Erdel, der selbst 2. Bürgermeister des Markts Dietenhofen im Landkreis Ansbach ist.



